Erlebnisbericht Begleitgruppe Männer

Im Herbst 2015 liess ich mich auf ein Abenteuer ein, von dem ich weder den Ausgang noch den Weg kannte. Dies forderte mich speziell heraus, weil ich zwar das Abenteuer liebe, mich aber gerne gut vorbereitet ins Ungewisse stürze. Ungewiss war für mich der Aspekt, dass ich nicht wusste oder berechnen konnte was mit mir persönlich passiert. Das war zugleich auch meine grösste Angst, weil ich gerne alles im Griff habe und das gegen aussen auch so darstellte, dass mir nichts und niemand etwas anhaben konnte. Innerlich sah es manchmal ganz anders aus. Ich hatte grosse Angst davor was passiert, wenn es mich « austeinlet». Funktioniere ich dann noch, kann ich meinen Beruf weiter zur Zufriedenheit ausüben, habe ich noch genügend Kraft für meine Familie, was denken die Leute über mich? Trotz dem vielen Ungewissen habe ich mich auf das Abenteuer Begleitgruppe eingelassen. Für mich gab es eigentlich nur noch diesen Weg, ein anderer war mir auch nicht bekannt. Ich war im Herbst 2015 wohl am tiefsten Punkt meines Lebens angekommen, ich fühlte mich orientierungslos, verloren, unverstanden und perspektivenlos.  Ich führte einen inneren Kampf gegen diese Gefühle, die mich langsam aber stetig aufzufressen drohten. Ich hatte eigentlich keine andere Wahl mehr, als etwas gegen diese Umstände zu tun. Als die Begleitgruppe startete, um es vorweg zu nehmen, wusste ich noch nicht, dass nach dem Kurs mir die Türen zu mir und meiner Zukunft wieder weit offenstehen würden. Der Begleitgruppenprozess war wohl eine der spannendsten, schwierigsten und abenteuerlichsten Reisen meines Lebens. Der Weg - Kurs war wirklich manchmal sehr herausfordernd, manchmal hatte ich das Gefühl, ich schaffe das nicht und trotzdem ging es immer weiter von Woche zu Woche. Die umsichtige und erfahrene Kursleitung, wie auch die anderen männlichen Teilnehmer unserer Gruppe, sowie wöchentliche Hausaufgaben hielten das Schiff in Bewegung. Wir gingen eine gegenseitige Verpflichtung ein, diesen Prozess gemeinsam zu beginnen und diesen bis zum Schluss durchzuziehen und zu beenden. Das schafften wir auch.  Das war wohl auch der Schlüssel zum Erfolg. Wir profitierten sehr voneinander, denn viel Angesprochenes fand bei einem selber anklang und half dabei eigene Sachen aufzudecken. Über die Kursinhalte und das Erlebte will ich eigentlich gar nicht viel erzählen, da es für jeden Teilnehmer sein eigenes Abenteuer und Herausforderung bedeutet und auch die Gruppenerfahrung, die nicht zu unterschätzen ist, in jedem Kurs sicherlich eine andere sein wird. Der Kurs wurde für jeden von uns zum Erfolg. Für mich zumindest darf ich behaupten, dass ich nach diesem Kurs vieles wieder völlig anders sehe, dass aus Perspektivenlosigkeit innert einem halben Jahr so viel Gutes entstehen kann ist von aussen wohl kaum begreifbar. Es ist für mich ein gutes Gefühl, nun einen Werkzeugkasten in Form von erlernten Themen greifbar zur Hand zu haben. Ich bin nun stetig am Ausprobieren wie ich das Erlernte in meinem täglichen Leben einsetzen kann.

Ich möchte mit diesem Bericht all die Männer und natürlich auch Frauen da draussen ermutigen, sich auf das Abenteuer „Begleitgruppe“ einzulassen. Seid mutig und stellt euch diesem Prozess. Der Kurs kann euer Leben positiv beeinflussen und neue Perspektiven geben.

2016 agapa/pb

 

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